Bei einer Hochzeits-Foto-Challenge bekommt jeder Gast eine kleine Fotoaufgabe, und alle Fotos landen in einer gemeinsamen Galerie. Die Einrichtung dauert einen Abend, und den größten Teil davon verbringt Ihr mit dem Aussuchen der Aufgaben. Hier ist der ganze Ablauf, von der leeren Liste bis zum Morgen danach.
Der Ablauf auf einen Blick
- Vier bis sechs Wochen vorher: Aufgaben schreiben und zwischen Karten und einem QR-Code wählen (Schritte 1–2).
- Zwei bis drei Wochen vorher: gestalten und drucken (Schritt 3). So bleibt Zeit für die Druckerei.
- Eine Woche vorher: selbst scannen und ein Testfoto schicken (Schritt 4).
- Am Hochzeitstag: Karten auf die Tische, ein Satz vom Trauzeugen oder DJ (Schritt 5).
- In der Woche danach: Galerie herunterladen und mit Euren Gästen teilen (Schritt 6).
Ihr braucht Euer Handy oder einen Laptop, etwa eine Stunde Zeit und einen Drucker oder eine Druckerei. Prüft vorher eines: Gibt es in der Location Handyempfang oder ein Gäste-WLAN? Eure Gäste brauchen eins von beidem, um ein Foto zu schicken.
Schritt 1: Fotoaufgaben auswählen
Geht auf Erstellen, tragt Eure Namen als Eventnamen ein und gebt Euer Hochzeitsdatum an. Dann stellt Ihr unter Eure Aufgaben Eure Liste zusammen: Tippt Ideen aus der Auswahl an oder schreibt eigene.
- Wie viele: etwa eine Aufgabe pro zwei Gäste, mindestens acht. Der kostenlose Planer rechnet Euch die Zahl aus Gäste- und Tischanzahl aus.
- Überwiegend leicht, ein paar knifflig. Die Torte, bevor sie angeschnitten wird ist einfach; drei Generationen auf einem Foto braucht etwas Suchen.
- Ein paar, die nur Ihr schreiben könnt. Der Hund mit Fliege, Omas Brosche, das Schild, das Ihr selbst gemalt habt.
- Nichts aus den Teilen, die handyfrei bleiben sollen. Wenn niemand das Jawort filmen soll, lasst die Trauung weg.
Keine Ideen? Bedient Euch an den 55 Fotoaufgaben für die Hochzeit.
Schritt 2: Karten auf den Tischen oder ein einziger QR-Code
Weiter unten auf derselben Seite wählt Ihr, wie Eure Gäste ihre Aufgaben bekommen:
- Gedruckte Karten. Jede Aufgabe bekommt eine eigene Karte mit eigenem QR-Code, acht pro A4-Bogen. Gäste nehmen sich eine Karte und fotografieren, was draufsteht. Ideal, wenn die Aufgaben Teil der Tischdeko sein sollen oder an jedem Platz eine andere liegen soll.
- Ein einziger QR-Code. Ein Schild für den ganzen Raum. Jeder Scan gibt dem Gast eine Aufgabe, die er noch nicht hatte, bevorzugt solche, die noch niemand fotografiert hat, so wird die ganze Liste von selbst abgedeckt. Ideal für weniger Druck und nichts, was verloren gehen kann.
Ihr könnt später noch wechseln, also keine Sorge.
Schritt 3: Gestalten und drucken
Tippt auf Weiter: Design wählen. Für Karten wählt Ihr eine Farbpalette; für den einzelnen QR-Code wählt Ihr im Poster-Designer Palette, Schriftpaar, Layout und Papierformat und schreibt Euren eigenen Titel und Anleitungstext. Die Vorschau wird aus derselben Vorlage gerendert wie das PDF: Was Ihr seht, wird gedruckt. Zum Abschluss legt Ihr ein Konto an, damit Ihr später zu Eurem Event zurückkehren könnt.
- Papier: 160–200 g/m², matt. Kein Glanzpapier, Spiegelungen erschweren das Scannen.
- Formate: A4, A5, US Letter, 5×7, quadratisch oder ein 10×15-Fotoabzug für das Hauptschild, dazu ein Tischkarten-Format mit acht kleinen Exemplaren auf einem A4-Bogen.
- Wo: Für einen Test reicht der Drucker zu Hause; für den großen Tag lohnt sich die Druckerei auf festem Karton. Mehr im Karten-Guide.
Ihr habt schon eine Papeterie-Designerin oder eine Etsy-Vorlage? Mit einem bezahlten Paket findet Ihr auf Eurer Event-Seite QR-Code herunterladen (PNG), so passt der Code in ein Design, das Ihr schon liebt.
Schritt 4: Eine Woche vorher selbst eine Runde spielen
Scannt Eure gedruckte Karte oder Euer Schild mit der Handykamera. Ihr seht genau, was ein Gast sieht: Eure Namen, eine Aufgabe und Knöpfe, um ein Foto aufzunehmen oder eins aus der Galerie zu wählen (beim einzelnen QR-Code gibt es außerdem einen Knopf, um die Aufgabe zu tauschen). Schickt ein Testfoto und prüft, ob es auf Eurer Event-Seite ankommt. Testfotos könnt Ihr danach löschen.
Schaut Euch dabei die Einstellungen auf Eurer Event-Seite an:
- Nächste Aufgabe vorschlagen (standardmäßig an): Nach jedem Upload bekommen Gäste eine weitere Aufgabe angeboten. Für eine Schnitzeljagd schaltet Ihr das aus, sonst verrät die nächste Aufgabe das Spiel.
- Gäste nach ihrem Namen fragen (bezahlte Pakete): Jedes Foto trägt einen Namen, praktisch, wenn Ihr einen Gewinner küren wollt.
- Geheimer Modus (Premium): Gäste können die Galerie nicht durchstöbern, die Fotos sind eine Überraschung für Euch.
- Weitere Sprachen (Premium): Gäste wählen ihre Sprache, ideal für eine Hochzeit mit zwei Familien ohne gemeinsame Sprache.
Schritt 5: Am Hochzeitstag Karten auslegen und es einmal ansagen
Karten kommen neben Menükarte oder Gastgeschenk auf die Tische; ein einzelnes Schild dorthin, wo alle vorbeikommen: an die Bar, den Empfangstisch, neben den Sitzplan. Dann lasst es einmal früh am Abend ansagen: vom DJ, vom Trauzeugen oder mit einem Satz in Eurer Begrüßung. „Auf euren Tischen liegt eine Foto-Challenge. Scannt den Code, macht das Foto, und es landet direkt bei uns.“ Dieser eine Satz bewirkt mehr als jedes Schild.
Was gern vergessen wird:
- Druckt WLAN-Name und Passwort aufs Schild, wenn der Empfang schwach ist.
- Druckt ein, zwei Ersatzkarten; irgendeine Karte wandert immer als Andenken mit.
- Ist die Trauung handyfrei, stellt die Schilder erst danach auf.
Schritt 6: Nach der Hochzeit herunterladen und teilen
Öffnet Eure Galerie: Jedes Foto ist da, beschriftet mit der Aufgabe, zu der es gehört. Alle herunterladen (ZIP) speichert die ganze Galerie in voller Auflösung. Die Fotos bleiben 6 Monate (Standard) bzw. 12 Monate (Premium) online, also ladet Eure Kopie früh herunter, und schickt dann Euren Gästen den Link zur Galerie, damit sie sehen, was alle anderen fotografiert haben.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, eine Hochzeits-Foto-Challenge einzurichten?
Etwa eine Stunde, und die meiste Zeit geht für die Auswahl der Aufgaben drauf. Aufgaben eintragen, Design wählen und PDF herunterladen dauert ein paar Minuten; plant ein paar Wochen ein, wenn Ihr eine Druckerei nutzt.
Wie viele Fotoaufgaben brauchen wir?
Etwa eine pro zwei Gäste, mindestens acht. Für eine Hochzeit mit 60 Gästen passen rund 30. Der kostenlose Planer schlägt eine Zahl anhand von Gäste- und Tischanzahl vor.
Lieber gedruckte Karten oder ein einziger QR-Code?
Karten passen zu einem Spiel von Tisch zu Tisch und wirken wie Teil der Deko. Ein einziger QR-Code bedeutet weniger Druck und nichts, was verloren geht: Jeder Scan verteilt eine neue Aufgabe. Ihr könnt später wechseln.
Brauchen die Gäste eine App oder ein Konto?
Nein. Der QR-Code öffnet eine Seite im Browser des Handys, wo Gäste ein Foto aufnehmen oder auswählen und abschicken. Nur Ihr als Paar legt ein Konto an.
Was, wenn die Location schlechten Empfang hat?
Gäste brauchen mobile Daten oder WLAN, um ein Foto zu schicken. Druckt die WLAN-Daten aufs Schild oder prüft den Empfang bei einer Besichtigung. Gibt es weder noch, funktioniert eine Foto-Challenge dort nicht, und eine gedruckte Liste mit Einwegkameras ist die bessere Wahl.
Können wir es vor dem Bezahlen ausprobieren?
Ja. Der Probelauf ist kostenlos für bis zu 5 Aufgaben mit je einem Foto, genug, um eine Karte oder ein Schild zu drucken und den ganzen Ablauf zu testen. Standard kostet einmalig 79 € für eine komplette Liste und unbegrenzt viele Fotos pro Aufgabe.
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Aufgaben eintragen, Karten oder einen QR-Code wählen und drucken. Der Probelauf ist kostenlos für bis zu 5 Aufgaben, so könnt Ihr jeden Schritt vor der Hochzeit ausprobieren.
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